Kaiserschnitt

Foto: Dr. med. Gabriele R. Kussmann

Rund ein Drittel aller Geburten enden mit einem Kaiserschnitt. Wenn ein Kind nicht auf natürlichem Weg auf die Welt kommen kann und Gefahr für Mutter und Kind besteht, ist die Operation unumgänglich und sicher. Bequemer als eine normale Geburt ist diese Methode sicherlich nicht. Außerdem ist jede Operation mit Risiken verbunden.

Eine Regionalanästhesie (lokale Narkose) macht es möglich, dass die Mutter die Geburt wach miterleben und der Partner mit dabei sein und sie unterstützen kann. Nach einem solchen Kaiserschnitt brauchen Sie nicht auf den unbeschreiblichen Moment zu verzichten, Ihr Neugeborenes direkt auf den Bauch gelegt zu bekommen, es zum ersten Mal zu berühren und ganz nah bei ihm zu sein.

Stillen ist möglich

Auch Stillen ist möglich. Das kommt nicht nur Ihrem Kind zugute und stärkt die Bindung, sondern es fördert auch die Rückbildung der Gebärmutter.

Erfahrenes Personal in Babyfreundlichen Einrichtungen hilft beim ersten Anlegen und unterstützt Sie, wenn Sie durch die Operationswunde Schmerzen haben. Bei einer Vollnarkose muss man warten, bis die Wirkung nachgelassen hat. Bis dahin hat der Vater des Kindes oder eine andere Begleitperson engen Hautkontakt mit dem Baby.

Auch die Milchmenge wird durch die Art der Entbindung nicht beeinflusst. Je früher das Kind die Brust erfassen kann, desto eher lernt es zu trinken und regt durch sein Saugen die Milchbildung an. Wenn das Baby zu klein oder zu krank zum Saugen ist, sollte die Milchproduktion durch Handentleeren oder Pumpen in Gang gebracht und aufrecht erhalten werden.

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