Stillbeschwerden

Jedes Baby trinkt anders und hat sein individuelles Tempo. Nicht immer klappt es gleich auf Anhieb. Kommen dann noch abschätzige Bemerkungen von anderen und schmerzhafte Stillbeschwerden hinzu, geben viele Mütter auf.

Dabei lassen sich Stillprobleme mit fachkundiger Hilfe von Hebammen sowie  Still- und Laktationsberaterinnen und einfachen Hinweisen häufig lösen. In Babyfreundlichen Einrichtungen bekommen Mütter von Beginn an Unterstützung beim Stillen. Hilfreiche Tipps zum richtigen Anlegen bekommen Sie auch im Film von ARDO in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband e.V.

Wunde Brustwarzen

Die Ursache für wunde Brustwarzen sind oft falsches Anlegen oder Saugprobleme. Wechseln Sie regelmäßig Ihre Stillposition und lassen Sie Ihre Brustwarzen an der Luft trocknen. Waschen Sie sich nur mit warmen Wasser – Seife trocknet die Haut aus und macht sie anfälliger. Cremes, Salben und Öle wirken sich oft negativ aus. Um die schmerzende Brust zu schonen, geben Sie zunächst die gesunde. Sind beide Seiten betroffen, helfen Sie manuell nach. Wenn Sie eine Stillpause einlegen müssen, hält Abpumpen den Milchfluss in Gang.

Milchstau

Zu einem Milchstau kann es kommen, wenn die Brust nicht genügend entleert worden ist. Spannungen in der Brust und gerötete schmerzende Stellen deuten darauf hin. Hilfe bringen zum Beispiel sanfte Massagen oder das Ausdrücken der Brust mit der Hand, heiße Umschläge oder Quarkwickel. Legen Sie Ihr Kind in Richtung der geröteten Stelle an.

Brustentzündung

Eine rote, verhärtete Stelle an der Brust, starkes Fieber und Schüttelfrost lassen eine Brustentzündung vermuten. Im Extremfall kommt es zu einem Anschwellen der Lymphknoten und -bahnen oder ein Abszess. Dagegen helfen nur noch Medikamente und Antibiotika, die aber kein Grund zum Abstillen sein müssen. Für die meisten Medikamente gibt es stillfreundliche Alternativen.

Flache Brustwarzen oder Hohlwarzen

Flache Brustwarzen lassen sich eventuell durch sanften Druck mit Daumen und Zeigefinger aufrichten. Auch Hohlwarzen lassen sich entsprechend stimulieren.

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