Das zeichnet Babyfreundliche Einrichtungen aus

Babyfreundliche Geburts- und Kinderkliniken  unterstützen von Anfang an die Nähe und das erste Kennenlernen zwischen Eltern und Kind. Sie können rund um die Uhr mit Ihrem Neugeborenen zusammen sein. Von Beginn an sind auch Ihr Partner und Ihre anderen Kinder in die Pflege und Betreuung des neuen Familienmitglieds einbezogen. Schauen Sie sich dazu auch den Film "Bindung ist eine wichtige Voraussetzung für Entwicklung" von Privatdozentin Dr. Angela Kribs,  Lt. Oberärztin in der Neonatologie an der Kölner Universitätsklinik, an.

 

Bindungsförderung

Babyfreundliche Einrichtungen ermöglichen – ungestört von Klinikroutinen ¬ das erste Kennenlernen mit Ihrem Baby. Das Klinikpersonal ermutigt Sie zu viel Hautkontakt: Am besten liegt Ihr Kind nur mit einer Windel bekleidet auf Mamas oder Papas nacktem Oberkörper (Känguru-Pflege). Dies fördert die Eltern-Kind-Bindung oder das Bonding, wie Fachleute sagen.

 

Stillen von Anfang an

Babyfreundliche Kliniken fördern das Stillen, weil Muttermilch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht nur die natürliche, sondern auch die beste Säuglingsnahrung ist. Sie versorgt Ihr Baby zudem mit biologischen Abwehrstoffen. Die Fachkräfte sind speziell zum Thema Stillen geschult. Sie begleiten Sie durch die sensible Phase des Stillbeginns. Studien zeigen, dass sich von Anfang an gestillte Neugeborene besonders gut entwickeln und dass Mütter mehr Freude am Stillen haben, wenn sie möglichst früh damit beginnen und richtig angeleitet wurden. Mütter, die in Babyfreundlichen Geburtsklinik entbunden haben, stillen ihre Kinder nachweislich länger und problemloser.

Sollte es notwendig sein, dass Ihr Kind zusätzliche Flüssigkeiten, Nahrung oder Medikamente bekommt, kennen Babyfreundliche Einrichtungen erprobte Methoden, die das Stillen nicht beeinträchtigen.

Auch wenn Sie nicht oder teilweise stillen, sind Sie und Ihr Kind in einer babyfreundlichen Klinik bestens aufgehoben. Das Kuscheln mit Ihrem Baby ist dann besonders wichtig. Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen Ihnen, wie Sie auch bei Flaschenfütterung  Wärme und Geborgenheit geben können und was Sie bei der Zubereitung der Nahrung beachten müssen.

 

Stillberatung schon in der Schwangerenvorsorge

Der Stillbeginn fällt oft leichter, wenn Sie und Ihr Partner sich vor der Geburt mit dem Stillen beschäftigt haben. Babyfreundliche Geburtskliniken informieren Sie deshalb schon in der Schwangerenvorsorge über das Stillen.

Auch wenn Sie nicht oder teilweise stillen, sind Sie und Ihr Kind in einer babyfreundlichen Klinik bestens aufgehoben. Das Kuscheln mit Ihrem Baby ist dann besonders wichtig. Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen Ihnen, wie Sie auch bei Flaschenfütterung  Wärme und Geborgenheit geben können und was Sie bei der Zubereitung der Nahrung beachten müssen.

 

Geschultes Klinikpersonal

Speziell geschultes Personal begleitet und berät Sie in der wichtigen ersten Zeit mit Ihrem Baby. Sie lernen, wie Sie Ihr Kind beim Stillen korrekt anlegen und wie Sie die Milchbildung aufrechterhalten können, falls Sie einmal von Ihrem Kind getrennt sein sollten.

 

24-Stunden-Rooming-in

In Babyfreundlichen Geburtskliniken können Sie rund um die Uhr mit Ihrem Kind zusammen sein. Das erleichtert das erste Kennenlernen und Sie können Ihrem Kind bei Bedarf die Brust geben. Auch der Stillrhythmus stellt sich dann leichter ein.

 

Kaiserschnitt

Mütter mit Kaiserschnitt  sind oft nicht sofort in der Lage, ihr Kind anzulegen. Babyfreundliche Geburtskliniken ermöglichen Ihnen, auch nach der Operation Hautkontakt mit Ihrem Baby zu haben und helfen Ihnen, baldmöglichst zu stillen.

 

Frühgeborene oder kranke Kinder

Wenn Ihr Baby krank ist oder zu früh geboren wurde, braucht es die Nähe zu seinen Eltern und die Muttermilch ganz besonders. Das Personal einer Babyfreundlichen Kinderklinik  wird Sie in dieser schwierigen Situation kompetent unterstützen und Ihnen zeigen, was Sie alles für Ihr Baby tun können. Sobald es möglich ist, werden Sie Hautkontakt mit Ihrem Baby haben können. Die Fachleute werden Ihnen auch helfen, Ihr Baby zu stillen oder mit abgepumpter Muttermilch zu füttern, denn kleinen Sorgenkindern tut Muttermilch ganz besonders gut. Sehen Sie dazu das Interview mit Frau Dr. Beatrix Schmidt, MBA, Chefärztin der Kinderklinik im St. Joseph-Krankenhaus Berlin und die Radioreportage "Plötzlich ist die Welt ganz klein".

 

Keine Werbung für Muttermilchersatz

Babyfreundliche Krankenhäuser verteilen keine Proben von Babynahrung, künstliche Sauger oder Flaschen an junge Eltern. Erlaubt sind Werbegeschenke, die das Stillen nicht beeinträchtigen, oder Geschenksets, die von der WHO/UNICEF-Initiative freigegeben werden.

 

Objektive Informationen zur Babyernährung

In Babyfreundlichen Krankenhäuser erhalten Sie objektive und aktuelle Informationen zur Babyernährung .

 

Stillhotline

Die meisten Babyfreundlichen Geburtskliniken haben eine 24-Stunden-Stillhotline, an die sie sich bei Fragen und Problemen wenden können.

 

Stillcafés und Stillgruppen

Im Stillcafé oder in der Stillgruppe Ihres Babyfreundlichen Krankenhauses finden Sie ausgebildete Stillberaterinnen und Austausch mit anderen Müttern. Mehr Infos zu Stillgruppen .

Mehr zu den Angeboten in Babyfreundlichen Kliniken finden Sie in unserem Veranstaltungskalender .

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