Babyfreundliche Geburtsklinik

Babyfreundliche Geburtskliniken haben die Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik zur Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien in ihrer Praxis verankert. Sie sind Grundlage des Anforderungskataloges, den Geburtskliniken erfüllen müssen, um zertifiziert zu werden. 

Die B.E.St.®-Kriterien basieren auf aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand und auf internationalen Vereinbarungen und Vorgaben von WHO und UNICEF. Sie ermöglichen in ihrer Gesamtheit eine effektive Bindungs-, Entwicklungs- und Stillförderung. Dies erfordert die Veränderung von Krankenhaus-Routinen. Die B.E.St.®-Kriterien sind die inhaltliche Grundlage der Zertifizierung einer Einrichtung der Geburtshilfe oder Kinderheilkunde als „Babyfreundlich“.

Zu den Betreuungsstandards in Babyfreundlichen Geburtsklinken gehören die Stillförderung durch besonders qualifiziertes Personal und ein effizientes Stillmanagement. Damit erreichen sie, dass mindestens mindestens 85 Prozent der primär stillenden Mutter-Kind-Paare von Geburt an ausschließlich stillen oder BFHI-Kriterien konform zufüttern.

Die Excel-Tabelle „Stillstatistik" unterstützt Sie dabei, die notwendigen Kennzahlen für die Erstzertifizierung (Audit) und die Rezertifizierung (Wiederholaudit) zu ermitteln. Sie erleichtert die interne Kontrolle und hilft Ihnen, Entwicklungen zu beobachten und die Gesamtsituation zu verstehen. Eine Anleitung erläutert die Dateneingabe.

Relevant für Audit und Wiederholaudit ist die Jahresübersicht der Stillstatistik. Sie kann auch separat als Papierausdruck ausgefüllt werden.

Der Verein hat außerdem eine Information erstellt, welche Aspekte berücksichtigt werden müssen, wenn Kliniken Ihre eigenen B.E.St.®-Richtlinien erstellen.

Zur Schulung des Klinikpersonals gibt es weiterführende Informationen. Ab 01.01.2015 gelten für Geburtskliniken verbindliche Fortbildungsstunden. Grundlage sind die im sog. Themenkatalog festgelegten Inhalte. Schwerpunkte, Reihenfolge, Zeitumfang und ggf. Lernziele legen die Kliniken selbst fest. Wie mögliche Schulungen strukturiert sein können, zeigen zwei Empfehlungen (Personal im Allgemeinen, ÄrztInnen). Außerdem gibt es eine Kurzfassung des Themenkatalogs für die gemeinsame Schulung von Geburts- und Kinderklinik.

Für die Prozess-Steuerung der Zertifizierung ist die Zertifizierungsstelle ClarCert GmbH zuständig. Audits (Zertifizierung) und Wiederholaudits (Rezertifizierung) müssen bei ClarCert angemeldet werden. Alle Informationen zum (Re-)Zertifizierung-Prozess finden Sie auf der Internetseite von ClarCert. Dort sind auch sämtliche Dokumente für den Antrag auf ein Audit oder Wiederholaudit eingestellt. Die WHO/UNICEF-Initiative bietet Beratungsleistungen an, die auf die Zertifizierung vorbereiten.

Kontaktdaten der ClarCert GmbH
Gartenstr. 24, 89231 Neu-Ulm
Ansprechpartnerin: Monique Vogler
Tel.   0731 705116-52
E-Mail: m.vogler@remove-this.clarcert.de
www.clarcert.com

"Wir stärken die Elternkompetenz und beziehen die Eltern von Anfang an in den Pfegeprozess ein."
Dr. Beatrix Schmidt, MBA, Chefärztin der Kinderklinik im St. Joseph-Krankenhaus Berlin

Babyfreundliche Kinderklinik

Auch Kinderkliniken können sich der WHO/UNICEF-Initiative anschließen. Die Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien ist auf die speziellen Bedürfnisse von Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen zugeschnitten. Babyfreundliche Kinderkliniken ermöglichen Eltern den Zugang zu ihrem kranken oder frühgeborenen Kind. Ihnen wird gezeigt, wie sie von Anfang an mit für ihre Kinder sorgen können. Die neonatologische Intensivmedizin wird damit sinnvoll ergänzt.

Die "Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Kinderklinik zur Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien" sind aufeinander abgestimmt und berücksichtigen die Leitsätze für entwicklungsfördernde Betreuung in der Neonatologie des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V. Sie ermöglichen nur in ihrer Gesamtheit die Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien. Dies erfordert Veränderungen von Krankenhaus-Routinen. Sie sind Grundlage des Anforderungskataloges, den Kinderkliniken erfüllen müssen, um als "Babyfreundlich" zertifiziert zu werden. Zu den Betreuungsstandards in Babyfreundlichen Kinderkliniken gehören insbesondere die Stillförderung durch besonders qualifiziertes Personal.

Das Zertifizierungssystem für Kinderkliniken ist mehrstufig gestaffelt. Die Anforderungen für den Einstieg sind niedriger im Vergleich zur zweiten Stufe. Kinderkliniken haben damit die Möglichkeit, die Prozesse schrittweise zu optimieren. Die geforderten Prozentzahlen zur Ernährung der Kinder sind nach dem Gestationsalter der Kinder gestaffelt. Von den Kindern, die primär bzw. bei Aufnahme gestillt werden, müssen bei der Entlassung ausschließlich gestillt oder BFHI-Kriterien konform zugefüttert werden für die

Stufe 1, Mindestanfordrung für die Zertifizierung,

•           Gestationsalter bei der Geburt ab SSW 35+0: mind. 60%

•           Gestationsalter bei der Geburt SSW 32+0 bis 34+6: mind. 40%

•           Gestationsalter bei der Geburt bis SSW 31+6: mind. 30%

Stufe 2, die in der Regel bei der ersten Rezertifizierung erreicht wird,

•           Gestationsalter bei der Geburt ab SSW 35+0: mind. 70%

•           Gestationsalter bei der Geburt SSW 32+0 bis 34+6: mind. 60%

•           Gestationsalter bei der Geburt bis SSW 31+6: mind. 50%

Stufe 3

Die Quoten für Stufe 3 werden nach Reevaluation angepasst.

Die Excel-Tabelle "Statistik für Kinderkliniken" unterstützt Sie dabei, die notwendigen Kennzahlen für die Erstzertifizierung (Audit) und die Rezertifizierung (Wiederholaudit) zu ermitteln. Sie erleichtert die interne Kontrolle, hilft Ihnen, Entwicklungen zu beobachten und dient dem besseren Verständnis der Gesamtsituation. Eine Anleitung erläutert, wie diese Tabelle ausgefüllt wird. Ein Erfassungsbogen kann genutzt werden, um die statistikrelevanten Daten während des gesamten Klinikaufenthalts der kleinen Patienten zu sammeln.

Relevant für Audit und Wiederholaudit ist die Jahresübersicht der Statistik.

Der Verein hat außerdem eine Information erstellt, welche Aspekte berücksichtigt werden müssen, wenn Kliniken Ihre eigenen B.E.St.-Richtlinien erstellen.

Zur Schulung des Klinikpersonals gibt es weiterführende Informationen. Seit 01.01.2015 gelten verbindliche Fortbildungsstunden. Grundlage sind die im sog. Themenkatalog festgelegten Inhalte. Schwerpunkte, Reihenfolge, Zeitumfang und ggf. Lernziele legen die Kliniken selbst fest. Der Themenkatalog kann für die gemeinsame Schulung von Geburts- und Kinderklinik herangezogen werden.

Weitere Informationen zur Umsetzung von B.E.St.® in Kinderkliniken und Fachartikel finden Sie hier. Schauen Sie sich auch den Film "Bindung ist eine wichtige Voraussetzung für Entwicklung" von Frau Privatdozentin Dr. Angela Kribs, Lt. Oberärztin in der Neonatologie an der Kölner Universitätsklinik, an.

Für die Prozess-Steuerung der Zertifizierung ist die Zertifizierungsstelle ClarCert GmbH zuständig. Audits (Zertifizierung) und Wiederholaudits (Rezertifizierung) müssen bei ClarCert angemeldet werden. Alle Informationen zum (Re-)Zertifizierung-Prozess finden Sie auf der Internetseite von ClarCert. Dort sind auch sämtliche Dokumente für den Antrag auf ein Audit oder Wiederholaudit eingestellt. Die WHO/UNICEF-Initiative bietet Beratungsleistungen an, die auf die Zertifizierung vorbereiten.

Kontaktdaten der ClarCert GmbH
Gartenstr. 24, 89231 Neu-Ulm
Ansprechpartnerin: Monique Vogler
Tel.   0731 705116-52 
E-Mail: m.vogler@remove-this.clarcert.de
www.clarcert.com

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