Weltweit erste „Babyfreundliche Kinderklinik“ im St. Joseph-Krankenhaus Berlin ausgezeichnetAuch Geburtsklinik „Babyfreundlich“Bergisch Gladbach/Berlin, den 21. Mai 2008 – Als weltweit erste Kinderklinik erhält die Kinderklinik im St. Joseph-Krankenhaus Berlin die Plakette der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus". Ziel der Babyfreundlichen Krankenhäuser ist es, die Bindung von Eltern und Neugeborenem zu schützen und das Stillen zu fördern. Bei einer Babyfreundlichen Kinderklinik kommen besondere Leistungen bei der Betreuung von Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen und deren Eltern hinzu. Auch die Geburtsklinik des St. Joseph-Krankenhauses erfüllt die strengen Kriterien der WHO/UNICEF-Initiative und wird heute als „Babyfreundlich" aus-gezeichnet. Jetzt gehört das St. Joseph-Krankenhaus zu den 33 Babyfreundlichen Krankenhäusern bundesweit.
„Dank eines engagierten Projektteams der WHO/UNICEF-Initiative und einer innovativen Kinderklinik war es möglich, das internationale Betreuungskonzept auf Kinderkliniken zu erweitern und damit die hochtechnisierte Intensivmedizin der Neonatologie sinnvoll zu ergänzen. Ab jetzt können sich auch Kinderkliniken der Initiative anschließen. Dies war bislang nur für Geburtskliniken möglich", betonte Dr. Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe in St. Joseph und Erster Vorsitzender der Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus" bei einer Presse-konferenz. Neuere Studien zeigten, dass Babyfreundliche Krankenhäuser die Bindung zwischen Eltern und Kind wirkungsvoll unterstützten. Dies helfe, der Vernachlässigung von Kindern vorzubeugen. „Leider hat die Politik das Potenzial der WHO/UNICEF-Initiative noch nicht ausreichend erkannt", so Dr. Abou-Dakn.
„Ich bin stolz darauf, das neue Konzept einer familienorientierten und optimalen Betreuung von Müttern, Eltern und Neugeborenen in Kinderkliniken, insbesondere in der Neonatologie, präsentieren zu können", so Dr. Beatrix Schmidt, Chefärztin der Kinderklinik im St. Joseph-Krankenhaus. Im St. Joseph könne die Mutter nach der Primärversorgung direkt zu ihrem Kind, so dass das Bonding, die primäre Bindung, nicht gestört werde. Die zu frühe Geburt sei für das Kind und die Familie, aber auch für das behandelnde Personal eine Herausforderung. Das Personal der Kinderklinik sei darin geschult, die Bedürfnisse des Frühgeborenen und kranken Neugeborenen besser wahrzunehmen, frühe Bindungsstörungen zu erkennen und behutsam zu korrigieren. Die Trennung von Mutter und Kind nach der Geburt auf die Neugeborenen-Intensivstation gehöre in deutschen Kliniken immer noch zur Routine. Dies gelte besonders für Frühgeborene, die speziell behandelt werden müssten. Es sei nicht ausreichend bekannt, dass sich eine gelungene primäre Mutter-Kind- und Eltern-Kind-Bindung langfristig positiv auswirkten. „Deshalb achten Geburts- und Kinderkliniken häufig zu wenig auf die Bindungsförderung", so Dr. Schmidt.
„Das Land Berlin und ich als Senatorin unterstützen die Babyfreundlichen Kranken-häuser, die mit der Bindungsförderung einer möglichen Gefährdung des Kindeswohls vorbeugen", sagte Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Die Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen und das frühe Erkennen von Hilfebedarf seien wesentliche Bestandteile des Netzwerks Kinderschutz, dem sich auch die Babyfreundlichen Krankenhäuser angeschlossen haben. „Deshalb ein spezieller Dank an Dr. Abou-Dakn und seine Kolleginnen und Kollegen für die konstruktive Mitwirkung beim Runden Tisch zum gesundheitlichen Kinderschutz". Berlin habe mittlerweile das vierte Krankenhaus, das sich das internationale Prädikat verdient habe. „Damit ist Berlin Spitzenreiter unter den deutschen Großstädten die babyfreundlichste Metropole", betonte die Senatorin.
Sternekoch Kolja Kleeberg, Ehrengast bei der Auszeichnung und Chefkoch im Berliner Restaurant VAU, unterstrich: „Als Vater liegt mir die gesunde Entwicklung meiner Kinder, die unmittelbar mit einer gesunden Ernährung zusammen hängt, sehr am Herzen". Diese beginne bereits nach der Geburt - mit der Muttermilch. „Als Koch und Vater interessiere ich mich dafür, wie Kinder an das Thema gesunde Ernährung herangeführt werden". Geschmack sei etwas, was ein Mensch erlernen könne. Es seien meist die ersten Eindrücke, die einen Menschen nachhaltig prägten. Beim Stillen würden alle Sinne des Kindes angesprochen. „Bei den Themen `Qualität, Geschmack, Gesundheit´ schließt sich meine Verbindung zum Babyfreundlichen Krankenhaus. Deshalb haben meine Frau und ich uns für St. Joseph als Geburtsklinik unserer Kinder entschieden und wir unterstützen das Qualitätssiegel „Babyfreundlich".
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die WHO/UNICEF- Initiative, Gisela Meese (Geschäftsführerin), Tel.: (02204) 40 45 90, mailto:info@babyfreundlich.org
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