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Frauenklinik Radebeul der Elblandkliniken Meißen als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet

Erster Vorsitzender Dr. Abou-Dakn überreicht Plakette von WHO und UNICEF / Ehrengast Staatsministerin Christine Clauß gratuliert dem Klinikum

Bergisch Gladbach / Meißen, den 30. April 2009 – Die Frauenklinik Radebeul der Elblandkliniken Meißen GmbH & Co. KG erhält das internationale Prädikat „Babyfreundliches Krankenhaus“. Kliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die internationalen Betreuungsstandards von WHO und UNICEF. Dr. Michael Abou-Dakn, Erster Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“, überreichte die Auszeichnungsplakette im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung. „Babyfreundliche Krankenhäuser vermeiden Routinemaßnahmen, die das Bindungsverhalten des Kindes stören könnten. Das Entstehen der Bindung zwischen Mutter und Kind nennen wir `Bonding´. Das Stillen ist eine natürliche Folge des gelungenen Bondings“, betonte Dr. Abou-Dakn. Die Frauenklinik Radebeul der Elblandkliniken Meißen ist die erste Babyfreundliche Geburtsklinik in Sachsen und gehört jetzt zu den 44 Babyfreundlichen Geburts- und Kinderkliniken bundesweit.

 

Ehrengast Staatsministerin Christine Clauß betonte in ihrer Gratulation: „Als Sächsische Staatsministerin und Mutter freue ich mich sehr darüber, dass sich immer mehr Kliniken in Deutschland als `Babyfreundlich´ auszeichnen lassen - so heute das Elblandklinikum Radebeul. Ich gratuliere Ihnen zu diesem internationalen Prädikat ganz besonders, weil Ihr Haus die erste Babyfreundliche Klinik in Sachsen ist. Ich weiß, dass der Weg bis zur Auszeichnung eine zusätzliche Herausforderung für die Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen bedeutet“. Neben der täglichen Arbeit würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Monate hinweg in Praxis und Theorie der Still- und Bindungsförderung geschult. Dann hätten sie ihr Haus anhand strenger internationaler Kriterien begutachten lassen. „Und in Zukunft wird es darum gehen, die erlangten Standards aufrechtzuerhalten“, so die Ministerin.

 

„Die heutige Verleihung des Titels `Babyfreundliches Krankenhaus´ ist eine große Ehrung für das Elblandklinikum Radebeul und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ganz besonders für die Mitarbeiterinnen der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Radebeul, betonte der Geschäftsführer der Elblandkliniken, Markus H. Funk. „Der Titel ist zugleich Belohnung und Ansporn in unserem Bestreben, für unsere Patientinnen und Patienten überall die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten“, so Funk.

 

Dr. Michael Abou-Dakn unterstrich in seinem Statement: „In erster Linie fördern und schützen Babyfreundliche Krankenhäuser die Bindung zwischen Eltern und Kind. Berichte aus Russland, von den Philippinen und aus Costa Rica bestätigen, dass die babyfreundliche Geburtshilfe den Zusammenhalt zwischen Mutter und Kind tatsächlich verbessert. Entscheidend dafür sind die ersten Lebensstunden und die ersten drei Tage“. Von den rund 900 Geburtskliniken bundesweit seien jedoch erst 44 als Babyfreundlich anerkannt. Bereits 2004 habe Deutschland einen EU-Aktionsplan unterzeichnet, der die Unterstützung der WHO/UNICEF-Initiative vorsehe. „Es ist höchste Zeit, dass die Politik dieser Absichtserklärung konkrete Maßnahmen folgen lässt. Unser Anliegen an die Gesundheitspolitiker lautet daher: Etablieren Sie das hohe internationale Niveau der Babyfreundlichen Krankenhäuser auch in Deutschland als nationalen Qualitätsstandard in der Geburtshilfe“, betonte Dr. Abou-Dakn.

 

Erfreulich sei, dass die Initiative unaufhaltsam wachse. 2008 wären 20 neue Kliniken und die erste „Babyfreundliche Kinderklinik“ in Berlin als Mitglieder gewonnen worden. 2009 seien bereits vier Kliniken ausgezeichnet worden, weitere würden im Laufe des Jahres folgen. „Ihr Haus ist das erste `Babfreundliche Krankenhaus´ in Sachsen und damit Trendsetter. Eine sehr positive Entwicklung, wie ich finde. Eine positive Perspektive für die Zukunft“, so Dr. Abou-Dakn abschließend.

 

Vorbildliche Richtlinien zur Stillförderung / Umfassende Betreuung nach Entlassung
„Unsere Stillrichtlinien sind vorbildlich und berücksichtigen alle `Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen´“, betonte Dr. med. Barbara Richter, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, stolz. Sie lägen in ausführlicher Form für das Personal vor, ergänzt durch Pflegestandards für verschiedene Stillsituationen und als Kurzfassung für die Mütter. „Diese Version liegt in allen relevanten Bereichen der geburtshilflichen Abteilung aus“. Zusätzlich enthielten die Richtlinien Informationen zur Betreuung nicht-stillender Mütter. „Außerdem bieten wir den Familien auch nach der Entlassung eine umfassende Betreuung und Unterstützung“, so Dr. Richter. Auf Stillgruppen und Hilfsangebote in der weiteren Umgebung werde hingewiesen. „Die Mütter können sich bei einer Still-Hotline telefonisch beraten lassen oder direkt Hilfe auf der Station in Anspruch zu nehmen, außerdem bieten unsere Hebammen Hausbesuche an. Unser umfassendes Nachsorgeangebot trägt mit dazu bei, die in der Klinik begonnene Stillförderung nachhaltig zu sichern“, unterstrich die Chefärztin.

 


Die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“
UNICEF und WHO haben sich zum Ziel gesetzt, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen. Mit der gemeinsamen Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ haben sie ein Betreuungskonzept entwickelt, dem sich weltweit 20.000 Geburtskliniken angeschlossen haben. In Deutschland sind 44 Geburts- und Kinderkliniken als „babyfreundlich“ anerkannt. Nach aktuellen Studien begünstigen sie die Mutter-Kind-Bindung.

 

 

Bei Fragen und Interview-Wünschen wenden Sie sich bitte an die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ (BFHI) e.V.,
Geschäftsführerin: Gisela Meese (M.A.),
Tel.: (02204) 40 45 90 und E-Mail: info@remove-this.babyfreundlich.org
Ansprechpartnerin für die Medien im Elblandklinikum Meißen-Radebeul:
Sabine Seiler, Tel.: (03521) - 743 - 1104 und E-Mail:  Sabine.Seiler@remove-this.elblandkliniken.de

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