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Medizinische Hochschule Hannover als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet

Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler gratuliert der Medizinischen Hochschule / Einzige Geburtsklinik in Landeshauptstadt mit internationalem Prädikat / Geschäftsführerin Meese überreicht Plakette von WHO und UNICEF

Bergisch Gladbach / Hannover, den 8. Januar 2010 - Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover erhält das Qualitätssiegel „Babyfreundliches Krankenhaus“. Kliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die internationalen Betreuungsstandards von Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF. Gisela Meese, Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“, überreichte die Auszeichnungsplakette im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung. „Babyfreundliche Krankenhäuser vermeiden Routinemaßnahmen, die das Bindungsverhalten des Kindes stören könnten“. Auch fördere der intensive körperliche Kontakt beim Stillen die Beziehung zwischen Mutter und Kind. „Zusammen mit einer positiven Geburtserfahrung sind dies die besten Grundlagen für eine gesunde Entwicklung“, betonte Meese. Die Medizinische Hochschule Hannover gehört jetzt zu den 50 Babyfreundlichen Kliniken bundesweit.

Gesundheitsminister Rösler: Qualitätssiegel ehrt Engagement der Frauenklinik
„Dieses Qualitätssiegel ehrt das langfristige, erfolgreiche und durchaus nicht selbstverständliche Engagement der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover für eine frühe Stillförderung und die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung", betonte Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler bei der Übergabe der Auszeichnungsplakette. „Das Qualitätssiegel wird, da bin ich mir sicher, Ansporn sein für weitere Anstrengungen bei der Betreuung junger Familien".

Freude über Auszeichnung / Team der Geburtshilfe ständig geschult
„Über diese internationale Auszeichnung, mit der die besonderen Leistungen unserer babyfreundlichen Geburtshilfe bei der Betreuung von Mutter und Kind gewürdigt werden, sind wir sehr erfreut“, betonte Professor Dr. Peter Hillemanns, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Klinik verwirkliche die Anforderungen der „Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen“ in der täglichen Arbeit. „Besonderen Wert legen wir auf die ständige Schulung unseres Teams, daher finden regelmäßig Auffrischungs- und Fortbildungskurse statt, an denen alle Mitarbeiter teilnehmen.“ Das Personal der geburtshilflichen Abteilung sei daher umfassend geschult und verfüge über hervorragendes theoretisches und praktisches Wissen, so Professor Hillemanns erfreut.

Umfassende Information über Nutzen des Stillens / 24-Stunden-Rooming-in
„Alle Frauen, die die Hebammen-Sprechstunde nutzen, werden über Bedeutung und Praxis des Stillens informiert, entweder mit unserem Informationsmaterial oder persönlich in den Geburtsvorbereitungskursen und Stillberatungen“, betonte der Chefarzt. Besonders Risikoschwangere würden emotional behutsam begleitet. Außerdem seien auf der Station nur Familienzimmern vorhanden. „So wird Müttern schon bei der Auswahl der Geburtsklinik die Bedeutung des uneingeschränkten Kontaktes mit dem Kind vermittelt.“ Mutter und Neugeborenes könnten dort rund um die Uhr zusammen sein. „Gerade in den ersten Tagen verstärkt dieser ständige Kontakt, auch Rooming-in genannt, die Mutter-Kind-Bindung“. So könne die junge Familie vom ersten Tag an zusammenbleiben, und die Eltern lernten ihr Kind und seine Bedürfnisse gemeinsam kennen, so Professor Hillemanns abschließend.

„Babyfreundliche Krankenhäuser schützen und fördern in erster Linie die Bindung zwischen Eltern und Kind. Das Entstehen dieser Bindung nennen wir `Bonding´,“ unterstrich Geschäftsführerin Meese. Das Stillen sei eine natürliche Folge eines gelungenen `Bondings´. „Nach aktuellen Untersuchungen entsteht in unseren Krankenhäusern eine stärkere Mutter-Kind-Bindung als in herkömmlichen Geburtskliniken“. Berichte aus mehreren Ländern bestätigten, dass die babyfreundliche Geburtshilfe den Zusammenhalt zwischen Mutter und Kind tatsächlich verbessere. Entscheidend dafür seien die ersten Lebensstunden und die ersten Tage. „Von den rund 900 Geburtskliniken bundesweit sind jedoch erst 50 als „Babyfreundlich“ anerkannt“.

 

Die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“
UNICEF und WHO haben sich zum Ziel gesetzt, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen. Mit der gemeinsamen Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ haben sie ein Betreuungskonzept entwickelt, dem sich 20.000 Geburtskliniken weltweit angeschlossen haben. In Deutschland sind 50 Geburts- und Kinderkliniken als „babyfreundlich“ anerkannt. Nach aktuellen Studien begünstigen sie die Mutter-Kind-Bindung.



Bei Fragen und Interview-Wünschen wenden Sie sich bitte an die

 

WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundliches Krankenhaus“ (BFHI) e.V.
Geschäftsführerin: Gisela Meese (M.A.)
Telefon (02204) 40 45 90

E-Mail: info@babyfreundlich.org


Ansprechpartner in der Medizinischen Hochschule Hannover

Stefan Zorn, Pressesprecher

Telefon (05 11) 532 - 67 73

E-Mail: stefan.zorn@mh-hannover.de

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