Stillen und Arbeiten - Meine Geschichte

Rebecca B., Webdesignerin
Ich arbeite als Webdesignerin. Im Februar 2015 kam meine Tochter zur Welt. Ich konnte Arbeiten und Stillen vereinbaren, weil ich einen super flexiblen Arbeitgeber habe und mein Mann voll und ganz in seiner Vater-Hausmann-Rolle aufgeht. Als ich meinem Arbeitgeber von meinen Plänen erzählte, nach dem Mutterschutz gleich wieder Vollzeitzuarbeiten, sah er das mit gemischten Gefühlen. Ich führte lange Gespräche mit ihm, wie wir es regeln können, ohne dass ich in Elternzeit gehe und ich meine 40 Stunden Woche arbeite. Ich möchte allen Mut machen mit ihrem Arbeitgeber drüber zu sprechen. Es kommt dem Arbeitgeber teurer, eine Vertretung zu organisieren, einzuarbeiten usw., als eine flexible Lösung mit der Mitarbeiterin zu finden. Mehr erfahren

Katrin J., berufstätig
Ich komme aus dem Rhein-Main-Gebiet. Meine Stillgeschichte liegt schon ein paar Jahre zurück,denn meine Kinder sind jetzt schon 21, 17 und 15 Jahre alt.Damals war das, insbesondere mit so kleinen Kindern, nicht üblich, dass Mütter arbeiten gehen. Mir ist von Seiten der Kollegen und Kolleginnen, sowie später von Lehrerinnen oft ein starker Wind entgegen geweht. Ich weiß nicht, ob das heute besser geworden ist, aber es bleibt auf jeden Fall eine große Herausforderung, wenn man alles und allem (Mutter sein, stillen, Beruf, Haushalt und Partnerin sein) gerecht werden möchte. Hierbei drücke ich Ihnen schon jetzt die Daumen und wünsche Ihnen alles Gute!Nun aber zu meiner Geschichte: Ich wurde mit 35 Jahren das erste Mal schwanger und konnte mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen, zu Hause zu bleiben. Schnell waren mein Mann und ich uns einig, dass wir einen Rollentausch vornehmen. Mein Mann war selbständig und konnte sich seine Arbeit und seine Termine weitestgehend selbst organisieren. Ich war angestellt und im bundesweiten Vertrieb tätig. Allein die Tatsache, dass ich nach 8 Wochen wieder arbeiten gehen wollte, löste bei meinem Arbeitgeber ein kritisches Gefühl aus. Trotz allem Arbeitseifer war es mir dennoch wichtig, dass mein Kind mindestens die ersten 6 Lebensmonate voll gestillt werden sollte. Da es mein erstes Kind war, war ich verständlicherweise auch noch unsicher, ob mir dies überhaupt gelingen würde. Mehr erfahren

Denise S., in Elternzeit
Meine Geschichte zum Stillen ist leider weder besonders magisch, noch spektakulär, aber ich denke, dass sie leider kein Einzelfall ist und viele Mütter Ähnliches erlebt haben...
Unser erster Sohn kam als absolutes Wunschkind 2010 zur Welt. Er weinte viel und schlief wenig bis gar nicht, und ich versuchte verzweifelt alles richtig zu machen. Natürlich auch beim Stillen! Also suchte ich Rat bei der Krankenschwester: „Ich glaube, er hat Hunger!“ „Dann legen sie an.“ „Habe ich, aber er weint immer noch!“ „Dann versuchen Sie es mal mit einem Schnuller. Wenn Sie stillen wollen, müssen Sie auf den Milcheinschuss warten.“ Am nächsten, 2. Tag nach der Geburt: „Ich glaube, jetzt kommt was! Er war ganz zufrieden nach dem Trinken!“ „Das kann gar nicht sein. Das ist Ihr erstes Kind. Der Milcheinschuss kommt frühestens morgen!“ Am Nachmittag saß ich dann, kurz vorm Platzen und mit Icepacks gewaffnet, im Stillzimmer und pumpte pro Seite 150 ml ab. Wenn sich das nicht regulieren würde, könnte man mich nicht entlassen, hieß es! Am Tag der Entlassung trank der Kleine ca. alle 2 Stunden und mir machten Schlafentzug und Babyblues zu schaffen. Natürlich wollten alle gerne helfen und gaben haufenweise „gute“ Ratschläge: „Der trinkt zu oft!“ „Das hälst Du nicht durch!“ „Der muss doch mindestens 4 Stunden aufhalten bis zur nächsten Mahlzeit!“ „Wenn die Hebamme selbst keine Kinder hat, hat die doch eh keine Ahnung!“ Dazu kam, dass er, gefühlt, mehr spuckte als er trank und umgehend wieder vor Hunger schrie. Aber auch hier wussten natürlich alle außer mir Rat: „Der wird nicht satt!“ „Die Milch ist zu dünn, deshalb spuckt der so!“ „Du musst dem mal `ne Flasche (alternativ: was Anständiges!) geben! Dann schläft der auch durch!“ „Ich würde ihn ja auch mal nehmen, aber solange du stillst, geht das ja nicht.“
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Katharina K., Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Unerwartet schwanger und ein befristeter Arbeitsvertrag an der Universität. Mein Mutmach-Tipp: Chefs und Kollegen ansprechen und genau formulieren, was in der jeweiligen Situation helfen würde. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Ansprechpartner - auch Chefs - sehr verständnisvoll reagieren und man dann gemeinsam Lösungen findet.

Marion R., Hausfrau
Bei uns ist die Stillzeit schon zu Ende, mein Sohn ist mittlerweile 4 Jahre alt. Nichtsdestotrotz habe ich das ganze erste Jahr gestillt - und das mit Freude und Begeisterung. Es gibt nix Besseres!
Offiziell gearbeitet habe ich im ersten Jahr nicht, außer Haus- und Familienarbeit an sich, aber auch das ist schon ganz schön viel.
Stillen sollte meines Erachtens ein Lebensrecht für jedes Baby sein - es gibt nichts Besseres und auch nichts Schöneres für Mutter und Kind.

Im Krankenhaus wurde ich von den Schwestern und der Hebamme zum Stillen animiert mit Geduld, viel Zeit und Ruhe! Das ist das Wichtigste. Und bei uns hat es auch gut geklappt - ich hatte genügend Milch. Wichtig für die Mama ist in jedem Fall, sich selber Pausen zu gönnen, sich hinzulegen und auszuruhen, denn Kraft und Energie kostet Stillen schon.
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Mirjam R., Teilzeitkraft
Mein Sohn war 16 Monate alt als ich wieder anfing zu arbeiten, als Teilzeitkraft in einem Bio-Lebensmittelmarkt. Schon beim Vorstellungsgespräch wurde mir sofort zugesagt, dass ich definitiv problemlos während der Arbeit Stillpausen machen darf. Und es klappte wunderbar. Anfangs brachte mir mein Partner unseren Sohn jeden Tag. Irgendwann war es auch in Ordnung, mal eine Schicht ohne Stillpause durchzuziehen und inzwischen stille ich nur noch, wenn ich eine sehr lange Schicht habe. Meine Kollegen und der Marktleiter unterstützen mich da sehr und freuen sich jedes Mal, wenn mein Sohn da ist und bespaßen ihn dann auch.

Arbeit und Stillen lassen sich also sehr gut vereinbaren und ich möchte jede Mutter dazu ermutigen, es auch zu versuchen.

Elisabeth S., berufstätig
Stillen konnte nur ich – aber ein großes Danke an meinen Mann für alles andere!
Ich war fest entschlossen, zu stillen. Weil ich faul bin und keine Lust hatte, immer Fläschchen heiß zu machen. Und weil ich immer noch der Meinung bin, das ist das Beste für das Kind. Die ersten zwei Wochen waren schwierig. Dann hatte sich alles eingespielt. Ich war noch zu Hause und habe das Stillen als willkommene Ruhepause empfunden. Ich habe meinen Sohn überall hin mitgenommen und mir zum Stillen ein ruhiges Plätzchen gesucht. Neun Monate lang war mein Problem nie das Stillen, sondern der Schlafmangel. Ich bin von meinem Mann sehr unterstützt worden. Er hat sich immer Freitag- und Samstagnacht um unseren Sohn gekümmert und hat ihn auch nach Feierabend gerne genommen. Als er vier Monate alt war, habe ich stundenweise wieder gearbeitet. Dafür durfte ich ihn bei meiner Schwiegermutter lassen. Ich habe ihn zwei Tage die Woche gebracht und gestillt und war drei Stunden später wieder da.
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Antonia H.
Stillen - ganze neun Monate Ruhe, Nähe, Entspannung. Trotzdem ich ab vierten Monat zugefüttert habe, konnte ich bis zu neuenten Lebensmonat weiterstillen, was mir und meiner Tochter sehr gut getan hat... Es war eine wundervolle Zeit, jeder Zeit wieder...

Katharina H.
Ich bin Mama von 5 Kindern und stille nun schon 122 Monate. Ich habe auch zweimal Tadem gestillt, einmal 4 Monate und einmal 2 Monate. Ich finde, Stillen ist so ein Zeitersparnis. Stillen im Tragetuch beim Kochen, oder wenn ich den großen Kindern bei den Hausaufgaben helfe, ist kein Problem! Und Nachts: einfach Baby (oder auch Kleinkind ) an die Brust und weiterschlafen! So ist es auch morgens kein Problem um 6 Uhr aufzustehen :-)
Tademstillen ist auch wirklich schön für das "größere" Kind. So kann Mama mit beiden kuscheln und die Eifersucht kommt es gar nicht!

Jennifer K.
Ich wurde vor der Geburt von meiner Hebamme auf das Stillen vorbereitet, sodass ich noch immer nach 14 Monaten stille. Am Anfang tat die Brust ständig weh, aber das Durchhalten hat sich gelohnt und meine Hebamme hat mir stets und ständig Mut gemacht. HEBAMMEN SIND WICHTIG-von Anfang an!

Denise K., Tanzlehrerin
Ich habe am 04.07.2015 meinen zweiten Sohn bekommen und stille ihn voll. Da ich Tanzlehrerin bin und an manchen Tagen bis zu 6 Stunden weg bin, muss mein Sohn auch in dieser Zeit mit Muttermilch versorgt werden. Das ist aber kein Problem. Ich habe schon 5 Wochen nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten. Ich habe schon nach der ersten Woche angefangen abzupumpen (medela Syphony Doppelset) und meinem Sohn immer wieder Muttermilch in der Flasche gegeben. Wenn ich mach dem Training nach Hause komme, pumpe ich immer ab und habe dann wegen der längeren Stillpause die doppelte Menge. Eine Portion bekommt mein Sohn und die zweite wird eingefroren. Auch schläft er in der Nacht sehr lange, so dass ich auch am Morgen einen Teil der Muttermilch einfrieren kann. So habe ich immer einen Vorrat für die Tage, an denen ich arbeiten bin. Mein Mann oder auch meine liebe Schwiegermutter geben ihm dann die Flasche mit Muttermilch. Das ist toll! So kann ich wieder arbeiten und unser Sohn kann lange Muttermilch bekommen.

Arlett H., berufstätig im Schichtdienst
Stillen und Arbeit! – Hat mir anfangs Angst gemacht. Wie soll das gehen? Und dann noch Schichtdienst. Die Eingewöhnung bei der Tagesmutti begannen wir deshalb recht zeitig: 6 Wochen bevor mein erster Arbeitstag anstand. Zu der Zeit war er 17 Monate alt. Es klappte alles sehr gut. Er verlangte auch beim Einschlafen kein Stillen. Generell geht es ohne Stillen, wenn ich nicht da bin. Er benötigt dann halt einfach mehr Kuschelmomente mit seiner Bezugsperson - also mit der Tagesmutti oder dem Papa. Auch über das Essen in der Zeit, in der ich nicht da bin, habe ich mir lange Sorgen gemacht. Schließlich gab es noch Situationen, in denen er mit 14 Monaten wieder voll gestillt wurde. Auch das war kein Problem. Er isst nun immer gut und sogar am meisten von allen Kindern bei der Tagesmutti.
Bisher stillen wir bis Arbeitsbeginn noch früh zum Aufwachen, zum Mittagsschlaf (am Wochenende, wenn ich keinen Dienst habe), zum ins Bett gehen am Abend und nachts mal mehr mal weniger. Dabei stillte er sicherlich mehr sein Bedürfnis nach Nähe, als nach Hunger. Aber diese Kuschelmomente waren einfach zu schön, auch für mich als Mama, die ihn nun durch die Arbeit doch deutlich weniger gesehen hat, als noch in der Elternzeit.
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Catarina M., berufstätig
Im Juni 2015 ist mein drittes Kind geboren. Ich habe alle Kinder gestillt: die Großen, 4 und 2 Jahre, sind jeweils seit ihrem 13 Monat abgestillt, den Jüngsten stille ich noch. Mein beruflicher Werdegang ist etwas chaotisch, aber vielleicht ist das heute eher normal als ungewöhnlich. Nach meinem Studium habe ich eine Promotionsstelle angetreten und wurde nach einem Jahr schwanger. Nach der Geburt meiner Tochter war ich vier Monate in Elternzeit und habe dann – mit Beginn des neuen Semesters – wieder angefangen zu arbeiten. Mein Mann blieb Zuhause und kümmerte sich vormittags während ich in der Uni war um das Baby und den Haushalt. Jeweils einmal am Tag packte er die Kleine in den Kinderwagen und kam bei mir vorbei, so dass ich sie stillen konnte. Ursprünglich wollten wir ihr die Flasche mit abgepumpter Milch geben – aber die hat sie strikt und entschieden abgelehnt! Das ganze Prozedere war nach kürzester Zeit eingespielt: man wusste, dass ich zu einer bestimmten Zeit zum Stillen und damit erst einmal "weg" war - und die Kleine wusste, wann es etwas zu trinken gibt und wann Mama wieder Zuhause ist.  Mehr erfahren

Bianca H., berufstätig
Ich habe alle drei Kinder gestillt! Unser ältester Sohn kam vor 12 Jahren zur Welt und außer der Frage „Wollen Sie stillen?“ gab es keine Informationen dazu. Klar wollte ich stillen!! Ich hatte von Müttern aus dem Warschauer-Ghetto gelesen, die ihre Kinder trotz der schlimmsten Umstände stillen konnten. Da war für mich klar, mit der richtigen Unterstützung wird das klappen. Der Große war auf der Welt und der Milcheinschuss kam und damit die erste Brustentzündung! Ich hatte Milch für drei Kinder und großartige Unterstützung durch meine Hebamme. Nach vier furchtbaren Monaten mit blutigen Brustwarzen, heißen knotigen Brüsten und vielen vielen Tränen hatte ich endlich das Gefühl: Ja, das ist wirklich schön! Vorher war es nur mein Verstand der sagte, es ist das Beste fürs Kind! Halte durch!! Ich habe ihn tatsächlich gut 14 Monate lang gestillt. Da ich in den letzten Zügen meines Studiums war, habe ich mir eine Handmilchpumpe von Avent besorgt. Die abgepumpte Milch bekam es dann von Oma oder Uroma mit dem Fläschchen. Das ging prima! In der Uni habe ich dann in den Pausen auf der Toilette abgepumpt. War nicht besonders bequem, aber praktikabel. Da die Tasche der Milchpumpe gleichzeitig eine Kühltasche war, konnte ich die Milch prima mit mir mitnehmen. Mehr erfahren

Wiebke G., Angestellte
Natürlich will ich mein Kind stillen. Sechs Monate soll sie die gute Muttermilch bekommen. Danach werde ich wieder zurück auf die Arbeit gehen: In Vollzeit. Doch dieser Plan war mit einigen Stolpersteinen versehen. Ich und mein Baby hatten einen schlechten Start, was das Stillen angeht: Nach zahllosen Versuchen, unendlich viel Unterstützung durch das Krankenhaus und wunden Brustwarzen habe ich kurz davor gestanden abzustillen. Die Schmerzen waren einfach zu groß. „Versuch es doch mal mit Abpumpen.“, hat mir dann Schwester Regina noch eine Alternative aufgezeigt.
Das hat sich als das Optimum für mich herausgestellt. Zu Beginn war es etwas umständlich, alle paar Stunden Milch abzupumpen, doch wir haben recht schnell unseren Rhythmus gefunden. Das klappt so gut, dass ich nicht nur genug für meine Tochter Nele habe, sondern auch noch jede Menge Muttermilch einfrieren kann. Die Milch mit der Flasche zu geben hat mir einige Freiheiten ermöglicht: Eine ganze Nacht durchschlafen kann ein Traum sein, sich mal wieder mit Freundinnen treffen, mal entspannt was einkaufen. Mehr erfahren

Nina B., Diplom-Ingenieurin, berufstätig
Mein Sohn wurde am 24.12. per Notkaiserschnitt geboren und musste unmittelbar nach der Geburt in eine Spezial-Klinik verlegt werden. Ein erstes Anlegen nach der Geburt gab es daher leider nicht. Während seines dreiwöchigen Krankenhausaufenthaltes habe ich Milch abgepumpt, was am Anfang gar nicht so einfach war. Immerhin lag ich rund 100 km entfernt von meinem Kind alleine im Krankenhaus und konnte nicht weg, da ich noch mit den Folgen des Kaiserschnitts zu kämpfen hatte. Dementsprechend ließ der Milcheinschuss auf sich warten, bis ich am vierten Tag nach der Geburt das Krankenhaus verließ, um meinen Sohn in der Spezial-Klinik zu besuchen. Von da an klappte das Abpumpen eigentlich ganz gut. Mein Sohn bekam meine abgepumpte Milch und erholte sich entsprechend gut. Endlich zuhause angekommen stiegen wir dann langsam von der Flasche auf die Brust um. Eine anfangs wirklich schmerzhafte Angelegenheit, denn mein Sohn hatte sich durch die Flasche eine völlig falsche Saugtechnik angewöhnt. Im Laufe der Zeit gewöhnten wir uns aber aneinander und genossen die gemeinsame Zeit. Als ich dann nach einem Jahr wieder arbeiten musste und mein Sohn in die Krippe kam, haben wir einfach weiter gestillt. Mehr erfahren

Monique M., Selbständige im Bau- und Immobiliengewerbe
Hallo, ganz vorweg: Ich wurde nie militant ökologisch erzogen, trage kein Birkenstock und liebe hohe Schuhe und schicke Sachen. Man kann mich eher als Workaholic bezeichnen, Anfang 30, selbstständig im Bau und Immobiliengewerbe und mit Stillen hatte ich nie etwas am Hut , geschweige denn hielt ich mich je für die geborene Mama. – Ich habe 3 Jahre gestillt: dies ist meine Geschichte!
Schwanger, oh Gott! Stillen? Oh Gott! Mein ersten Gedanken waren Hängebrüste und wie das in der Öffentlichkeit aussieht! Auch von Stillberatung wollte ich nichts wissen.
Dann kam mein Sohn nach einer schmerzhaften Schwangerschaft auf die Welt. Ups, guten Tag Hormone! ... Vielen Dank, ich wollte stillen, ihm wenigstens die erste Milch geben. Das sollte ja gesund sein, und ich liebte ihn. Milcheinschuss Fehlanzeige!
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Hala A., Doktorandin und Dozentin
Seit dreieinhalb Jahren bin ich in Deutschland, um in der Erwachsenenbildung an der Leibniz Universität Hannover zu promovieren. Zum Glück hatte ich auch die Chance, in der VHS-Hannover arabische Kurse zu leiten.
Jetzt bin ich Mama geworden, trotzdem leite ich immer noch Kurse. Im letzten Kurs habe ich mein Baby - 3 Monate - zum Unterricht mitgenommen. Die TeilnehmerInnen haben mir geholfen, besonderes beim Tragen. Sie hatten viel Verständnis. Um zu stillen, konnte ich in der Pause mein Baby anlegen. Wann die Pause ist, entscheidet das Baby, nämlich wenn es Hunger hat.
Nächsten Monat habe ich weitere Kurse. Ich hoffe, dass alles weiter gut läuft mit dem Baby und besonders mit dem Stillen.

Almut F., Angestellte
Natürlich wollte ich unseren Sohn stillen - aber Arbeiten musste ich auch. Mit meinem Arbeitgeber konnte ich es so lösen, dass ich Heimarbeit und Präsenz kombinierte. An Tagen, an denen ich ganztägig außer Haus war, hat mein Mann die gepumpte Milch gefüttert. Und ich habe mir immer was einfallen lassen, wo ich diskret pumpen konnte. Das Unternehmen, bei dem ich arbeite, hat drei Standorte - Stillräume gab es nirgends, aber man war sehr bereit, mir zu helfen. Also habe ich meist die Sanitäts-/Ruheräume genutzt. Mehr erfahren

Katja S, in Elternzeit
Stillen ist wie Tanzen, zwei Menschen finden langsam zueinander – Stillen ist etwas Wunderbares – es macht richtig glücklich.
Ich bin jetzt seit 6 Jahren Mutter, Hausfrau, also noch in Elternzeit, und es ist eine große, schöne und verantwortungsvolle Aufgabe, Kinder groß zu ziehen – immer da zu sein 24 Stunden.
Meine beiden Kinder habe ich über einen langen Zeitraum von je 16 Monaten gestillt. – Heute würde ich sogar noch länger stillen, da sie und ich auch, in dieser Zeit nie krank waren.
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Maria N.
Vor der Geburt meines ersten Kindes arbeitete ich in einer Künstler- und Veranstaltungsagentur. Einige Wochen nach der Geburt fragte mich meine Chefin, ob ich nach vier Monaten wieder mit 15 Wochenstunden (verteilt auf drei Tage) arbeiten wolle. Sie würde sich um eine Tagesmutter kümmern und diese auch bezahlen. Ich sagte zu und meine Chefin fand eine junge Mutter im selben Haus, in dem sich auch unser Büro befand, die bereit war, meinen Sohn zu hüten. Die räumliche Nähe war sehr praktisch, weil die Dame mich anrufen konnte, wenn mein Sohn weinte. So konnte ich mich zwischendurch um ihn kümmern und ggf. stillen. Die damit zugebrachte Zeit hängte ich an meine Arbeitszeit dran. Allerdings wirkte die Tagesmutter auf mich sehr zurückhaltend nicht herzlich. Mehr erfahren

Heike B., Studentin im Examen
Als meine große Tochter im Februar 2013 auf die Welt kam war ich am Ende meines Studiums angekommen. Ich hatte in der Schwangerschaft bereits alle fehlenden Pflichtkurse besucht, mir fehlten nur noch die Abschlussprüfungen. Ein paar Wochen nach der Geburt hatte ich beschlossen, den ersten Teil der Abschlussprüfungen bereits im September und Oktober 2013 zu absolvieren. Mein Mann hatte bereits Anfang Juni seine letzte Prüfung und beschloss bis Mitte August in Elternzeit zu gehen, bevor er sich ins Berufsleben stürzt. Das kam mir sehr entgegen und so beschloss ich, in den zwei Monaten mich in die Lernerei zu stürzen. Ich lernte vormittags am liebsten in der Bibliothek, da herrschte eine richtige Lernatmosphäre und dort konnte ich mich motivieren. Mehr erfahren

Jeanette V., Fachärztin
Hallo, mein Name ist Jeanette und  ich bin Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Bei der Geburt meiner ersten Tochter war ich mitten in meiner Facharzt-Ausbildung als Assistenzärztin in einer recht großen geburtshilflichen Klinik. Damals wusste ich – traurigerweise trotz meines Berufes - wenig über die Rechte stillender Mütter am Arbeitsplatz, für mich war jedoch klar, dass ich einerseits viel Zeit mit meiner Tochter verbringen und sie lange stillen wollte, andererseits auch sehr gern im meinem Beruf weiter arbeiten wollte. So fand ich eine Lösung, während des ersten Lebensjahres meiner Tochter drei Tätigkeitsbereiche weiter zu führen, auf die ich mich in der Zeit zuvor spezialisiert hatte. Mehr erfahren

Julia Th., Fotografin
Ich arbeite seit einigen Jahren als selbstständige Fotografin mit dem Schwerpunkt Hochzeitsfotografie, und schon vor der Geburt unserer Tochter war klar, dass ich nicht all zu lange Pause von meinem Beruf machen konnte, da ich dadurch viele Kunden und Folgeaufträge verloren hätte. Zu unserem Glück fiel die Geburt genau in die Monate, in denen ich eh nicht so viel zu tun hatte, und so hatten wir genug Zeit, um uns zu erholen, als Familie zu finden, und auch die anfänglichen Stillprobleme in den Griff zu kriegen. Als die Saison dann für mich wieder losging, hatte ich meine Kunden immer schon im Vorfeld über meine Situation informiert und stets positives Feedback bekommen. Mehr erfahren

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